Die 3 wichtigsten historischen Denkmäler in Deutschland

Deutschland ist ein Land reich an Kultur und Geschichte, daher ziehen viele Denkmäler jedes Jahr eine große Zahl von Touristen an. Tatsächlich findet man sowohl in Großstädten als auch in Dörfern viele historische Gebäude wie Burgen, religiöse Monumente oder andere Sehenswürdigkeiten.

In diesem Artikel geben wir Ihnen die besten Tipps für den Besuch der bedeutendsten Denkmäler Deutschlands, los geht’s!

Das Brandenburger Tor

Das Brandenburger Tor im Herzen Berlins ist eines der berühmtesten Wahrzeichen Deutschlands. Es ist reich an Geschichte und hat die Zeit überdauert. Es wurde zu einem Symbol der Teilung während des Kalten Krieges und stand dann für die Wiedervereinigung des Landes. Heute zieht es Millionen von Besuchern an und ist nach wie vor ein Muss für jeden, der die deutsche Hauptstadt erkundet.

Ein geschichtsträchtiges Denkmal

Das zwischen 1788 und 1791 erbaute Brandenburger Tor wurde im Auftrag des preußischen Königs Friedrich Wilhelm II. erbaut. Inspiriert von der Architektur der Akropolis in Athen besticht es durch seinen eindrucksvollen neoklassizistischen Stil mit zwölf imposanten Säulen und der berühmten Skulptur der Quadriga, einem von vier Pferden gezogenen Streitwagen.

Dieses Denkmal war im Laufe der Jahrhunderte Zeuge der großen Umbrüche der deutschen Geschichte. Es diente als Kulisse für Napoleons triumphalen Einzug im Jahr 1806 und wurde im Zweiten Weltkrieg erheblich beschädigt. Doch vor allem im 20. Jahrhundert erlangte es eine besondere Bedeutung: Durch seine Lage nahe der Berliner Mauer wurde es zu einem Symbol der Teilung zwischen Ost und West. Von 1961 bis 1989 markierte es die Grenze zwischen den beiden deutschen Ländern und war für die Bewohner beider Seiten unzugänglich.

Am 9. November 1989 verwandelte der Fall der Mauer das Brandenburger Tor in ein Symbol des Friedens und der Wiedervereinigung. Die Bilder Tausender Deutscher, die auf dem Platz das Ende der Teilung feierten, sind für immer in die Geschichte eingegangen.

Eine Attraktion für jeden Besucher

Heute ist das Brandenburger Tor einer der meistbesuchten Orte Berlins. Es liegt an der Allee Unter den Linden und ist von zahlreichen bedeutenden Sehenswürdigkeiten umgeben, beispielsweise dem Reichstag, dem Pariser Platz und dem Holocaust-Mahnmal. Seine majestätische Architektur und Geschichte machen es zu einem Muss, wenn Sie die Vergangenheit der deutschen Hauptstadt verstehen möchten.

Sowohl tagsüber als auch nachts bietet es ein beeindruckendes Schauspiel, insbesondere dank seiner spektakulären Beleuchtung nach Sonnenuntergang. Jedes Jahr ist es Mittelpunkt großer Veranstaltungen, wie zum Beispiel des Deutschen Nationalfeiertags am 3. Oktober oder der Neujahrsfeierlichkeiten, die tausende Menschen aus aller Welt anziehen.

Praktische Informationen für Besucher

  • Zugang: Das Brandenburger Tor ist rund um die Uhr zugänglich. Der Besuch ist kostenlos und erfordert keine Eintrittskarte.

  • Fremdenverkehrsamt: Im Südflügel des Tores befindet sich ein Fremdenverkehrsamt, das täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet ist und Besuchern Informationen und Dienstleistungen anbietet.

  • Öffentliche Verkehrsmittel: Der U- und S-Bahnhof „Brandenburger Tor“ bietet eine direkte Anbindung an das Gelände und erleichtert die Anreise von verschiedenen Punkten der Stadt aus.

Das Brandenburger Tor ist nicht nur ein historisches Denkmal, es ist ein lebendiges Symbol für die Stärke und Einheit des modernen Deutschlands.

Schloss Neuschwanstein

Schloss Neuschwanstein thront auf einem Felsvorsprung in der Nähe von Füssen in Bayern und ist eines der berühmtesten Baudenkmäler Deutschlands.

Das im 19. Jahrhundert auf Betreiben des bayerischen Königs Ludwig II. erbaute Schloss verkörpert den romantischen Traum eines Herrschers, der eine Leidenschaft für mittelalterliche Legenden und die Musik Richard Wagners hatte.

 

Geschichte und Architektur

Der Bau des Schlosses begann am 5. September 1869 auf den Ruinen zweier mittelalterlicher Burgen. Ludwig II. wollte nach dem Vorbild des Mittelalters eine abgeschiedene Residenz errichten, in der er dem königlichen Protokoll entfliehen konnte.

Das von Architekt Eduard Riedel und Szenograf Christian Jank entworfene Schloss zeichnet sich durch neuromanische Architektur mit gotischen Einflüssen aus. Seine zahlreichen Türme, Türmchen und kunstvollen Fassaden spiegeln die romantische Vorstellungskraft des Königs wider.

Obwohl das Schloss als privater Rückzugsort konzipiert war, lebte Ludwig II. nur 172 Tage darin und der Bau war bis zu seinem Tod im Jahr 1886 unvollendet.

Dennoch zeugen die fertiggestellten Räume von bemerkenswertem Luxus und Liebe zum Detail und enthalten immer wieder Bezüge zu Wagners Opern und germanischen Sagen.

Besuchen Sie das Schloss

Heute zieht Schloss Neuschwanstein jedes Jahr fast 1,5 Millionen Besucher an und ist damit eine der beliebtesten Touristenattraktionen Europas. Um dieses architektonische Juwel zu schützen, ist der Zugang zum Inneren des Schlosses nur im Rahmen von etwa 35-minütigen Führungen möglich.

Bei diesen Führungen können Sie die Haupträume entdecken, darunter den prächtigen Thronsaal und das reich dekorierte Schlafzimmer des Königs.

Öffnungszeiten:

  • April bis 15. Oktober: 9:00 bis 18:00 Uhr

  • 16. Oktober bis März: 10:00 bis 16:00 Uhr

  • Betriebsferien: 24., 25. und 31. Dezember sowie 1. Januar

Preise:

  • Erwachsene: 15 €

  • Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: kostenlos

  • Kombiticket mit Schloss Hohenschwangau: 30 €

Tickets können online oder an der Ticketkasse in Hohenschwangau erworben werden. Während der Hochsaison wird aufgrund des Andrangs dringend empfohlen, im Voraus zu buchen.

Kölner Dom

Der Kölner Dom dominiert die Skyline von Köln und ist ein Wahrzeichen der gotischen Architektur in Deutschland. Die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Stätte zieht jedes Jahr Millionen von Besuchern an.

Geschichte und Architektur

Der Bau des Doms begann im Jahr 1248 unter der Leitung von Erzbischof Konrad von Hochstaden mit dem Ziel, ein Gebäude zu errichten, in dem die Reliquien der Heiligen Drei Könige aufbewahrt werden konnten, die 1164 nach Köln überführt wurden. Seine gotische Architektur ist von den großen französischen Kathedralen inspiriert und zeichnet sich durch Strebebögen, schlanke Gewölbe und bunte Glasfenster aus.

Ab dem 16. Jahrhundert wurden die Arbeiten für mehr als 300 Jahre unterbrochen, so dass die Kathedrale unvollendet blieb. Erst im 19. Jahrhundert wurde der Bau unter dem Einfluss der deutschen Romantik und dank der finanziellen Unterstützung Kaiser Wilhelms I. getreu den mittelalterlichen Plänen wieder aufgenommen. Nach über sechs Jahrhunderten Arbeit wurde das Gebäude schließlich im Jahr 1880 fertiggestellt.

Zu den bemerkenswerten Elementen zählen die beiden majestätischen Türme mit einer Höhe von 157 Metern, die den Besuchern, die bereit sind, die 533 Stufen zu erklimmen, einen großartigen Panoramablick über die Stadt bieten. Der Innenraum beherbergt Kunstschätze, darunter das berühmte Reliquiar der Heiligen Drei Könige, ein Meisterwerk mittelalterlicher Goldschmiedekunst.

Praktische Informationen für Besucher

  • Öffnungszeiten: Der Dom ist grundsätzlich täglich von 6.00 bis 20.00 Uhr für Besucher geöffnet. Allerdings können die Öffnungszeiten variieren, insbesondere während Gottesdiensten und besonderen Veranstaltungen. Es wird empfohlen, vor Ihrem Besuch die offizielle Website zu konsultieren.

  • Preise: Der Eintritt in die Kathedrale ist frei. Für den Zugang zu bestimmten Bereichen, wie etwa der Aussichtsplattform des Südturms oder der Schatzkammer, ist jedoch möglicherweise der Kauf einer Eintrittskarte erforderlich.

  • Anfahrt: Der im Herzen Kölns gelegene Dom ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen, insbesondere über den in unmittelbarer Nähe gelegenen Kölner Hauptbahnhof.

Der Kölner Dom ist nicht nur ein Gotteshaus, sondern auch ein lebendiges Zeugnis gotischer Geschichte und Kunst. Sein Besuch bietet ein tiefes Eintauchen in das deutsche und europäische Kulturerbe.